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WKÖ | Leitl: Westbalkan braucht glaubhafte Erweiterungsperspektive

Westbalkan mit 20 Millionen Konsumenten gerade auch für Österreich ein wichtiger Markt – EU darf gegenüber Russland, Türkei und China nicht ins Hintertreffen geraten

„Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt den EU-Integrationsprozess der Länder des Westbalkans ebenso wie die vergangenen EU-Erweiterungen”, betont der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Europäischen Wirtschaftskammer EUROCHAMBRES, Christoph Leitl, anlässlich des heute stattfindenden Westbalkan-EU-Gipfels in Sofia. „Es gilt, was EU-Kommissionspräsident Junker 2017 in seiner Rede zur Lage der Union gesagt hat: Wenn wir mehr Stabilität in unserer Nachbarschaft wollen, dann müssen wir eine glaubhafte Erweiterungsperspektive für den westlichen Balkan aufrechterhalten.“ Regionale Zusammenarbeit und gutnachbarliche Beziehungen seien wesentliche Bestandteile des europäischen Integrationsprozesses für den Westbalkan.

Der immer größer werdende Einfluss anderer Staaten – allen voran von Russland, China und der Türkei – in der Region dürfe nicht unterschätzt werden: „Russland gewährt Kredite von 10 Milliarden US-Dollar für Infrastrukturprojekte am Westbalkan. Geplant sind auch die Übernahme und der Ausbau von strategischer Infrastruktur, etwa von Häfen. Europa darf hier nicht ins Hintertreffen geraten“, warnt Leitl.

Wirtschaftlich gesehen sind die sechs Länder Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina ein äußerst attraktiver Markt mit rund 20 Millionen Konsumenten. „Gerade Österreich hat schon bisher von der Ausweitung der Handelsmöglichkeiten nach Osteuropa mehr als andere Mitgliedstaaten profitiert. Die schrittweise Annäherung und Integration der Westbalkan-Länder in die EU schafft mehr Rechtssicherheit in dieser Region und damit einen Anreiz, zu investieren und wirtschaftlich aktiv zu sein“, so Leitl.

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