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ÖGfE: Zum Schulstart – Austausch mit Jugendlichen über Europa intensivieren

67 Prozent: EU-Mitgliedschaft „gute Sache“ – 83 Prozent sehen sich als „EU-BürgerInnen“- 71 Prozent empfinden EU als „kompliziert“, 48 Prozent als „schwach“ – Jugend-Umfrage 2017

„Trotz der unübersehbaren Herausforderungen, denen sich die EU weiterhin gegenübersieht – eine Mehrheit der heimischen Jugendlichen hat ein positives Bild von der Union und der österreichischen Mitgliedschaft. Die EU wird dennoch als schwach und kompliziert empfunden“, sagt Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), in Bezug auf eine österreichweite ÖGfE-Umfrage, die an AHS, BHS, Berufs- und Fachschulen unter 2510 Jugendlichen im Schuljahr 2016/17 durchgeführt wurde.

67 Prozent der befragten Jugendlichen betrachten die EU-Mitgliedschaft Österreichs als „gute Sache“, 7 Prozent sehen sie als „schlechte Sache“, 26 Prozent halten sie für „weder gut noch schlecht“. Je jünger die Befragten sind, desto positiver beurteilen sie die Mitgliedschaft. Jugendliche an AHS sehen die EU-Mitgliedschaft etwas häufiger als „gute Sache“ (78 Prozent) als Befragte an BHS (67 Prozent) und jene an Berufs- oder Fachschulen (52 Prozent)

Insgesamt 83 Prozent der Jugendlichen fühlen sich „auf jeden Fall“ (31 Prozent) bzw. „eher schon“ (52 Prozent) als EU-BürgerInnen. Auf ein knappes Fünftel trifft dies hingegen „eher nicht“ (13 Prozent) bzw. „überhaupt nicht“ (4 Prozent) zu.

Das Interesse an der heimischen Politik ist deutlich höher als an jenem auf europäischer Ebene. Insgesamt 80 Prozent sagen, dass sie am politischen Geschehen in Österreich „sehr“ (33 Prozent) bzw. „eher schon“ (47 Prozent) interessiert sind. Ein Fünftel zeigt sich „eher nicht“ (15 Prozent) bzw. „gar nicht“ interessiert (5 Prozent). Das politische Geschehen in der EU weckt das Interesse von insgesamt 57 Prozent der Befragten (14 Prozent „sehr interessiert“, 43 Prozent „eher interessiert“). 42 Prozent zeigen dagegen eher kein (32 Prozent) bzw. überhaupt kein Interesse (10 Prozent).

Fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) geben an, dass Entscheidungen, die für ihr persönliches Leben wichtig sind, hauptsächlich auf nationaler Ebene getroffen werden. Für 20 Prozent ist es die EU-Ebene, für 18 Prozent die regionale Ebene.

Mit vorgegebenen Gegensatzpaaren konfrontiert, gaben 72 Prozent der befragten Jugendlichen an, die Europäische Union für „wichtig“ zu halten. 12 Prozent entschieden sich für die Option „unwichtig“ (Rest auf 100 Prozent = keine Antwort). In einem ebenfalls großen Maß wurden der EU die Eigenschaften „nötig“ (66 Prozent), „sozial“ (67 Prozent) bzw. der Begriff „Freiheit“ (64 Prozent) zugeschrieben. 15 Prozent sahen die EU als „unnötig“, 14 Prozent als „unsozial“, 17 Prozent assoziierten die EU mit dem Begriff „Zwang“.

71 Prozent halten die EU hingegen für „kompliziert“ (15 Prozent „einfach“), 48 Prozent sehen sie als „schwach“ (36 Prozent „stark“). 39 Prozent empfinden die EU als „alt“ (39 Prozent „jung“). Jeweils 36 Prozent betrachten die EU als „fremd“ und „fern“ (44 Prozent „vertraut“ bzw. „nahe“).

„Der Schulstart bietet eine optimale Gelegenheit, wieder verstärkt mit Jugendlichen über ihre Fragen und Wünsche an Europa ins Gespräch zu kommen. Nicht nur im Hinblick auf die aktuelle Diskussion rund um die Zukunft der EU, die im Herbst wieder Fahrt aufnehmen wird, sondern auch bereits in der Perspektive des österreichischen EU-Ratsvorsitzes im Herbst 2018 und der nächsten Europawahl im darauffolgenden Frühjahr“, betont Schmidt.

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