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Industrie | CETA-Ratifikation – Vernunft hat sich durchgesetzt

IV-GS Neumayer: Parlament entscheidet für mehr Arbeitsplätze und Wachstum – Chancen für Österreich und EU – Hohe Standards bleiben aufrecht

„Die Mehrheit der Abgeordneten im Nationalrat hat für Wachstum, Arbeitsplätze sowie Wohlstand und damit gegen Populismus entschieden. Gerade für ein exportorientiertes Land, wie Österreich, ist es entscheidend, dass heimische Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den bestmöglichen Zugang zu internationalen Märkten erhalten. Dafür braucht es gut gemachte und fair gestaltete Handelsabkommen, wie jenes zwischen der EU und Kanada“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, am heutigen Mittwoch anlässlich der Beschlusses zur Ratifikation von CETA im österreichischen Nationalrat. Der Vorwurf, CETA wäre „durgepeitscht“ worden, gehe völlig ins Leere. Denn das Abkommen zwischen EU und Kanada sei 8 Jahre lang verhandelt und in den vergangenen Jahren ausführlich diskutiert worden. Dabei verwies Neumayer darauf, dass auch die vorherige Bundesregierung – unter Führung der SPÖ – CETA zugestimmt und unterzeichnet hat. „Bereits die vorläufige Anwendung von CETA, durch die Handelshemmnisse abgebaut wurden, hat im ersten Quartal des Jahres zu einem Anstieg der heimischen Exporte von knapp 20 Prozent geführt. Für 1.000 exportierende österreichische Unternehmen sowie ihre Beschäftigten bedeutet dies einen unmittelbaren Vorteil“, so Neumayer.

Angesichts einer 55-prozentigen Exportquote sei Österreichs Zukunft untrennbar mit dem internationalen Erfolg heimischer Unternehmen verbunden. „Pensionen, Gesundheit und Bildung könnten auf Dauer von einer kleinen offenen Volkswirtschaft wie Österreich nicht im Alleingang erwirtschaftet werden. Der Außenhandel sichert rund 1,7 Millionen Menschen ihre Arbeitsplätze, jedes Prozent mehr an Exporten bedeutet 10.000 neue Jobs. Umso unverständlicher ist es, dass einzelne Gruppen irrationale und sachlich nicht nachvollziehbare Ängste gegenüber Freihandel schüren und damit heimische Arbeitsplätze, den künftigen Wohlstand der Menschen sowie die soziale Sicherheit in unserem Land gefährden“, sagte der IV-Generalsekretär, der einmal mehr betonte, dass im Abkommen explizit festgehalten ist, dass die sozialen, Lebensmittel- und Umweltstandards auf unverändert hohem Niveau bleiben. „CETA ist die Basis, damit weitere Abkommen mit wichtigen Märkten entstehen können, etwa mit Japan und Südamerika (Mercosur). Gerade in Zeiten, in denen Protektionismus wieder erstarkt, ist es für heimische Betriebe und deren Beschäftigte entscheidend, bestmöglichen Marktzugang zu erhalten und damit Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen“, so Neumayer abschließend.

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