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Eva Maydell neue Präsidentin von European Movement International

Die Europäische Bewegung International (EMI) – größtes europäisches Netzwerk für Europapolitik – stellt sich personell neu auf. Die Wahl am 24./25.  November in Brüssel brachte eine deutliche Verjüngung des Vorstands mit sich. Die rund 200 Delegierten votierten mit überwältigender Mehrheit für die bulgarische EU-Parlamentarierin Eva Maydell (31). Sie wird für die nächsten drei Jahre die Geschicke des Europanetzwerks leiten.

 Die Europäische Bewegung Österreich unterstützte die Kandidatur Eva Maydells und freut sich auf die mit ihrer Person verbundene Neuaufstellung des Vorstands.

 

 Die Delegierten setzten bei der Wahl ein deutliches Zeichen der Modernisierung: In den nächsten drei Jahren wird die regionale, politische und organisatorische Vielfalt des Kontinents und der europäischen Gesellschaft im EMI-Vorstand noch stärker repräsentiert sein. Dazu kommt, dass erstmals der Frauenanteil im Vorstand mit 11 weiblichen zu 9 männlichen Mitgliedern überwiegt.

 Der bisherige Präsident Jo Leinen, der von der Versammlung zum EMI-Ehrenpräsident ernannt wurde, über seine Nachfolgerin: „Die neue Präsidentin ist eine sehr angesehene Parlamentarierin und steht für ein vereintes und aufstrebendes Europa. Mit einem engagierten Vorstandsteam wird sie die Arbeit der Europäischen Bewegung International erfolgreich weiterführen und für die Ziele der EMI, eine demokratische und erfolgreiche Europäische Union, einstehen“. 

 Die Vizepräsidenten im Vorstand sind Bernd Hüttemann (Europäische Bewegung Deutschland/bestätigt), Nataša Owens (Europäische Bewegung Kroatien/ bestätigt), Yves Bertoncini (Europäische Bewegung Frankreich/ neu), Federica Sabatti (Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa/ neu), Brando Benifei (Sozialdemokratische Partei Europas/ neu) und Anna Widegren (Europäisches Jugendforum/ neu). Zur Schatzmeisterin wurde Maria Heider (Metro AG/ neu) gewählt.

 Die Vorstandsmitglieder sind: Miguel Angel Benedicto, (Europäische Bewegung Spanien/ neu), Maja Bobic (EB Serbien),   Christine Bosse (Europäische Bewegung Dänemark/ neu), Pier Virgilio Dastoli (Europäische Bewegung Italien/ neu), Valentin Dupouey (Junge Europäische Föderalisten, JEF/ neu), Florian Hauger (AEGEE/ neu),  Christof-Sebastian Klitz  (Volkswagen AG), Roselyne Lefrançois (Europäische Bewegung Frankreich), Luc Martens (CEMR/neu),  Valeria Ronzitti  (CEEP/ neu), Aura Salla (Europäische Bewegung Finnland/ neu)  und Ela Taskent (Europäische Bewegung Türkei/ neu). 

 

 EMI inhaltlich für die Jahre 2018-2020 am Puls der Zeit

 Neben den personellen Entscheidungen hielt die EMI-Hauptversammlung auch inhaltliche Tagesordnungspunkte parat. So diskutierten die Delegierten in den drei Arbeitsgruppen (Political Committee, PC) bisherige und künftige Positionen der Europäischen Bewegung International. Im PC „More Democracy, Citizens‘ Rights and Freedom“ referierte der Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Bernd Hüttemann über die letzten drei Jahre, in denen vor allem Maßnahmen zur größeren Transparenz bei der Entscheidungsfindung im Mehrebenensystem der EU standen. Aber auch Fragen nach der Rechtsstaatlichkeit, der Migrations- und Freizügigkeitspolitik, sowie der Europabildung gehörten zum umfangreichen Arbeitsprogramm.

 Beherrschendes Thema im Political Committee „Jobs, Competitiveness and Sustainable Growth“ war die Digitalisierung und ihre umfassende Auswirkung auf alle Bereiche des Arbeitsmarktes. Einen speziellen Fokus hatte das PC in den vergangenen Jahren auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU, für die kommenden zwei Jahre verschiebt sich dieser Fokus stärker auf die Vorbereitung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf den umfassenden Wandel auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung. Auch die Umsetzung der europäischen sozialen Säule wird in den kommenden Jahren hier intensiv begleitet.

 Im Political Committee „Europe in the World“ standen die europäischen Nachbarschaften und ihre Herausforderungen im Zentrum der Diskussion. In den letzten drei Jahren ging es vor allem um Themen wie die Stärkung der Menschenrechte, Demokratie und die Friedensprozesse in den östlichen und südlichen Regionen. Wichtig erschien allen Teilnehmern im PC, in den kommenden Jahren die gesellschaftlichen Kräfte weiter zu stärken und damit einen Prozess zur Stabilisierung und Heranführung der jeweiligen Gesellschaften an die EU zu etablieren. Darüber hinaus sieht das Committee in der Verabschiedung von PESCO Rückenwind für das kommende Arbeitsprogramm:  Darin stehen unter anderem Themen wie Sicherheit, Verteidigung und die Bekämpfung organisierter Kriminalität. Natürlich widmet sich künftig der Arbeitskreis auch den spezifischen Situationen in den östlichen und südlichen Nachbarschaften der EU. Aber auch der Brexit und die Beziehungen zu China und Lateinamerika werden auf der Agenda der nächsten Jahre stehen und damit den veränderten Rahmenbedingungen der EU Rechnung tragen. 

 

Federal Assembly 2018 in Wien

Aus österreichischer Sicht gab es ein besonderes Mitbringsel: Das nächste Federal Assembly der Europäischen Bewegung International wird im Herbst 2018 in Wien stattfinden.

Eine Twitter-Nachlese finden Sie unter #EMIfa17.

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